Ufer


Ufer

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Ufer ['u:fɐ], das; -s, -:
Begrenzung eines Gewässers durch das Festland:
ein steiles, flaches Ufer; der Fluss ist über die Ufer getreten.
Syn.: Gestade (geh.), Küste, Strand.
Zus.: Bachufer, Felsenufer, Flussufer, Meeresufer, Seeufer, Steilufer.

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Ufer 〈n. 13Rand eines Gewässers, Küste, Strand (Fluss\Ufer, Meeres\Ufer, See\Ufer) ● rechtes, linkes \Ufer eines Flusses; das Schiff legt am \Ufer an; am anderen \Ufer; ans andere \Ufer fahren, schwimmen; vom anderen \Ufer sein 〈fig.; umg.〉 homosexuell sein; der Fluss trat über die \Ufer; zu neuen \Ufern aufbrechen 〈fig.; umg.〉 etwas Neues ausprobieren, wagen [<mhd. ouver, mnddt. over, aengl. ofer „Ufer“ <grch. epeiros „Küste“; wahrscheinl. zu idg. *ap(o)- „ab, weg“]

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Ufer , das; -s, - [mhd. uover, mniederd. ōver, wahrsch. alte Komparativbildung zu 1ab u. eigtl. = weiter rückwärts gelegener Teil (vom Binnenland aus gesehen)]:
Bereich, in dem der Spiegel (2 a) eines Gewässers, bes. eines Binnengewässers, an höher gelegenes Land grenzt:
ein steiles, flaches, hohes U.;
das gesamte U. des Sees befindet sich in Privatbesitz, ist bewaldet;
das gegenüberliegende, jenseitige, diesseitige U. [des Flusses, des Sees];
das westliche, linke U. des Rheins;
das U., die U. befestigen;
das [sichere] U. erreichen;
ans U. schwimmen;
wir ließen uns ans andere U. [des Flusses] rudern;
der Fluss ist über die U. getreten (hat das umliegende Land überflutet);
vom anderen U. sein (veraltend abwertend; homosexuell sein);
zu neuen -n (neuen Zielen, einem neuen Leben entgegen).

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Ufer,
 
seitliche von den Wasserspiegelschwankungen des jeweiligen Gewässers geformte Begrenzung eines Binnengewässers (Flussufer, See-U). Flussufer werden, in Fließrichtung gesehen, als linkes und rechtes Ufer bezeichnet. Dem Ufer entspricht am Meer die Küste.

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Ufer, das; -s, - [mhd. uover, mniederd. ōver, wahrsch. alte Komparativbildung zu ↑ab u. eigtl. = weiter rückwärts gelegener Teil (vom Binnenland aus gesehen)]: Bereich, in dem der ↑Spiegel (2 a) eines Gewässers, bes. eines Binnengewässers, an höher gelegenes Land grenzt: ein steiles, flaches, hohes, felsiges, sumpfiges, schilfbewachsenes U.; das gesamte U. des Sees befindet sich in Privatbesitz, ist bewaldet; das gegenüberliegende, jenseitige, diesseitige U. [des Flusses, des Sees]; das westliche, linke U. des Rheins; Unser U. liegt nämlich hoch. Ziemlich hoch (Nossack, Begegnung 46); Gemauerte U., Boote auf ölhäutigem Wasser, kleine Schiffe, Wasserdunst (Strittmatter, Wundertäter 401); das U., die U. befestigen; das [sichere] U. erreichen; ans U. schwimmen; wir ließen uns ans andere U. [des Flusses] rudern; er konnte sich an das U. einer kleinen Felseninsel retten; Die Maschine des Schleppers wurde überlaut, das Wasser schlug klatschend ans U. (Simmel, Affäre 211); Das am nordöstlichen U. des Schwarzen Meeres unweit Sotschi gelegene Suchumi - die Hauptstadt Abchasiens (FAZ 21. 9. 93, 7); die Stadt liegt an beiden -n der Donau; der Fluss ist über die U. getreten (hat das umliegende Land überflutet); *vom anderen U. sein (ugs.; homosexuell sein); zu neuen -n (neuen Zielen, einem neuen Leben entgegen): Genötigt, zu neuen -n aufzubrechen und Brücken hinter sich abzureißen, waren allein die Menschen in den ostdeutschen Ländern (FAZ 13. 1. 99, 12).

Universal-Lexikon. 2012.